- Wie viel loser Tee pro Tasse (250 ml)?
- Standarddosierung nach Teesorte: Schwarztee 2–3 g pro 250-ml-Tasse, Grüntee 1,5–2 g pro 200 ml, Weißer Tee 2–4 g pro 200 ml, Oolong 2–3 g pro 200 ml, Kräutertee 2–4 g pro 250 ml, Rooibos 2–3 g pro 250 ml. Loser Tee dehnt sich beim Aufgießen stark aus, daher immer ein geräumiges Sieb oder eine große Kanne verwenden.
- Bei welcher Wassertemperatur sollte Tee aufgegossen werden?
- Die Wassertemperatur ist entscheidend: Schwarztee 90–100 °C, Grüntee 70–80 °C (kochendes Wasser zerstört zarten Grüntee), Weißer Tee 75–85 °C, Oolong 80–90 °C, Kräutertee 95–100 °C, Cold Brew 4 °C (kaltes Wasser, lange Ziehzeit). Zu heißes Wasser bei Grüntee ergibt einen bitteren, adstringierenden Aufguss — der häufigste Fehler im Teeservice.
- Wie lange sollte Tee ziehen?
- Ziehzeiten: Schwarztee 3–5 Minuten, Grüntee 1–3 Minuten, Weißer Tee 3–5 Minuten, Oolong 3–5 Minuten, Kräutertee 5–10 Minuten, Cold Brew 12–24 Stunden. Zu lange gezogener Schwarztee setzt zu viele Tannine frei und wird bitter. Zu kurz gezogener Grüntee schmeckt flach und dünn. Verwende einen Timer.
- Wie bereite ich Cold Brew Tee für eine Sommerkarte zu?
- Cold-Brew-Verhältnis: 10–15 g loser Tee pro Liter kaltes Wasser. In einem Gefäß mischen, 12–24 Stunden kühlen, abseihen. Cold Brew ergibt einen natürlich süßen, wenig adstringierenden Tee ohne Bitterkeit, da kaltes Wasser weniger Catechine und Tannine löst. Grün- und Weißtees eignen sich hervorragend. Mit Eis, Zitrone und Minze als Sommerangebot servieren.
- Wie berechne ich die Mengen für ein Teeservice für 20 Personen?
- Für ein formelles Teeservice plane 2 Tassen pro Person = 40 Tassen gesamt. Bei 250 ml pro Tasse: 10 Liter aufgebrühter Tee. Mit 2,5 g Schwarztee pro 250 ml: 100 g loser Tee. Mehrere Kannen vorbereiten (je 1 Liter = 4 Tassen pro Kanne = 10 Kannen für 40 Tassen). Bei Auswahl aufteilen: 50 % Schwarztee, 30 % Grüntee, 20 % Kräutertee.
- Welche Kräutertees sind im Gastronomie-Service am beliebtesten?
- Kamille bleibt der meistbestellte Kräutertee in Restaurants. Weitere beliebte Optionen: Zitronenverbene, Minze, Fenchel (besonders als Verdauungstee nach dem Essen), Süßholzwurzel, Hagebutte. Alpenkräuter-Mischungen (Malve, Schafgarbe und Ähnliches) gewinnen in gehobenen Restaurantkarten an Bedeutung.